Warum wir öfter spielen sollten


Mit zusammengekniffenem Gesicht saß ich vor meinem Laptop und verstand die Welt nicht mehr:
Wo waren sie geblieben, die Freude und die Leichtigkeit? Warum hatten sie mich verlassen?
Nichts wollte mir gelingen, Frustration machte sich breit.
In der letzten Zeit hatte ich viel gearbeitet und wenig Erfolg dafür gesehen. Der Druck, den ich mir selber machte, war sehr groß.

Sollte ich alles hinschmeißen?

Könnte ich vielleicht „Superkräfte“ mobilisieren oder mich auf einen Hexenbesen schwingen, um die Probleme aus der Vogelperspektive zu betrachten?

Hexenbesen – das war das Stichwort. Mir fiel wieder der Spruch ein, den ich vor kurzem gelesen hatte: „Wir Frauen sind Engel. Doch wenn man uns die Flügel bricht, fliegen wir weiter auf einem Besen. Wir sind ja flexibel.“ Sofort hatte ich das magische Bild vor Augen, welches mir Maike Grundwald gemalt hatte:

Wie wäre es, wenn ich jetzt spiele, dieses magische Wesen zu sein?

Gesagt, getan: Ich setzte mich in meinen Klangraum und spielte sanft die verschiedenen Instrumente an – wie ein Kind, selbstvergessen im Spiel. Umhüllt von den wunderschönen Obertönen verspürte ich schon nach kurzer Zeit einen inneren Frieden.

So begann ich über die Vorteile des Spielens nachzudenken:

Eigentlich ist Spielen ein wunderbares Antistressmittel: Ich bin dann ganz im Augenblick, ohne Druck, Sorgen und Ängste. Dies wiederum fördert meine Kreativität; Freude und Leichtigkeit stellen sich wie von selbst ein.
Beim Spielen wird auch die Neugier geweckt, was zu neuen Verknüpfungen von Synapsen in unserem Gehirn führen kann. Auch das Lernen fällt viel leichter, wenn es auf spielerische Art und Weise geschieht.
Begeisterung, Leidenschaft und Flow können entstehen – gerade auch bei Mannschaftsspielen mit Ball oder Puck.
Spielen kann in einer Gruppe schnell das Eis tauen und den sozialen Austausch fördern: Stell Dir vor Du bist zu einer Fortbildung, um Dich herum viele fremde Menschen. Der Seminarleiter beginnt mit einem lustigen Spiel, bei dem Ihr euch kennenlernen könnt: Der Austausch untereinander wird so sicher viel schneller stattfinden.

In jüngster Vergangenheit hatte ich so ein wunderbares Erlebnis: Ich nahm an einem kostenlosen Kameraspiel von Ludwig Linnekogel teil. Dieses Spiel umfasste einen Zeitraum von zwei Wochen, die Wochenenden waren frei. An zehn Tagen erhielten wir in der Früh von Ludwig eine Aufgabe, zu der wir ein kurzes Video aufnehmen konnten – maximal zwei Minuten lang. Zudem hatte Ludwig uns in Gruppen eingeteilt: Ich gehörte dem Team Lila an. Innerhalb des Teams stellten wir täglich unsere Videos vor und kommentierten dazu untereinander in einer sehr wertschätzenden Art. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel Spaß wir miteinander hatten. Eine Teilnehmerin fasste es so zusammen: „Für mich eigentlich ungewöhnlich, habe ich mich sehr schnell den anderen sehr nahe gefühlt.“

Unperfekt ist das neue Perfekt

Bei Ludwig habe ich gelernt, dass Unperfekt das neue Perfekt ist und daher zeige ich Dir heute ein unperfektes Video aus dieser Challenge. Die Aufgabe an diesem Tag lautete: „Was gibt Dir Kraft (Energiebooster), das Du innerhalb von zehn Minuten tun kannst?“

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https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=Is0K-uUvg4A

Maikes Bild habe ich mir sichtbar hingestellt, um mich zu erinnern, dass ich immer eine Wahl habe.

Wann hast Du das letzte Mal gespielt?

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wie schön, liebe Sabine, dich mal im Video zu sehen!
    Und danke, dass du mich ans Klopfen erinnert hast! Mit Klopftechniken, v.a. mit EFT, will ich mich schon länger einmal genauer beschäftigen.
    Ich wünsch dir viel Energie für heute! 🙂
    Liebe Grüße
    Gudrun

    • Hab vielen Dank für Deine lieben Wünsche.
      Verschiedene Klopftechniken standen schon länger auf meiner Wunschliste. Im Rahmen meiner Coachingausbildung habe ich mich dann intensiver damit beschäftigt.
      Für mich sind sie sehr wirkungsvoll.
      Ganz liebe Grüße,
      Sabine

  2. Super schön liebe Sabine 💞
    Ich finde Deinen gesang wunderschön und hab sogar laut mit Dir mit gesungen 😊
    Und die Klangschale ist einfach traumhaft.
    Ich sing auch öfter für mich vormich hin und es ust mir wurscht ob das jemand hört znd lacht. Hauptsache mir hat’s Spaß gemacht.
    Iklopftechnik hab ich auch mal etwas gelernt, allerdings etwas anders, in bestimmtem Rhytmus auf die Oberschenkel.
    Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen und entspannten Freitag – Nachmittag. 💗🌹

    • Liebe Erika,
      hab vielen Dank für Deine Rückmeldung.
      Es gibt so viele verschiedene Klopftechniken, da kann jeder schauen ob und was zu ihm passt. Ich mache vieles aus der Intuition heraus.
      Und ich freue mich, dass Du mitgesungen hast. Das sollten wir mal live nachholen 🙂 .
      Herzliche Grüße,
      Sabine

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