Adventskalender 2016 für die Tage 13 – 24

13. Dezember

Für die Tage ab dem 13. Dezember findest Du hier bis Weihnachten täglich eine kleine Anregung.

Als hättest du Flügel bekommen

Hast du schon einmal
in der Begegnung mit einem Menschen erlebt,
dass verloren geglaubte Hoffnungen
wieder in dir aufbrachen
und sich dir innen und außen
neue Welten erschlossen haben?

Hast du schon einmal erfahren,
dass die Worte eines Menschen dich aufgerichtet
und seine Zärtlichkeit
dich zu neuem Leben erweckt hat?

Hast dich schon einmal das liebende Lächeln
eines Menschen berührt,
dass dir in der Tiefe des Augenblicks sagt:
Du bist unendlich wertvoll,
dein Leben hat einen Sinn?

Hast du schon einmal
in der Nähe eines Menschen gespürt,
dass alle Angst und Last von dir wich,
und du beschwingt deinen Weg gehen konntest,
als hättest du Flügel bekommen?
Wenn du solches erlebt hast,
ist dir ein Engel begegnet.

Christa Spilling-Nöcker

14. Dezember

Der folgende Text stammt von Thomas Romanus:

Was das Leben zum Leuchten bringt

Eine Kerze kann ein schönes Sinnbild sein. Sie brennt still und langsam, erfüllt den sie umgebenden Raum mit Licht und einer Atmosphäre, die vieles atmet, was sich nicht sehen oder selten Worte finden lässt. Aber sie brennt nicht nur für andere, sie verzehrt sich auch für das Licht. Sie fragt nicht nach dem Sinn, sondern ist einfach da und verschenkt Helligkeit an jeden, der in ihre Nähe kommt. Sie erschafft einen eigenen Lebensraum, setzt ihre kostbare Flamme dem Wind aus und riskiert zu verlöschen, bevor ihre Kraft am Ende ist. Solange sie brennt und dabei immer kleiner wird, gibt sie uns die Möglichkeit zu erfahren, was unser Leben zum Leuchten bringen kann.
Wünsche dir, dass du wie eine Kerze dein Licht teilst und weiterreichst, dass du von deinem Licht verschenkst, ohne selbst dabei ärmer zu werden.

15. Dezember

Was bedeutet für Dich die Adventszeit?
Ich habe da eine sehr schöne Erklärung für mich gefunden:

A – annehmen, auch den, der dir nicht passt
D – da sein füreinander
V – vertrauen, dass alles gut wird
E – entdecken, was wichtig ist
N – neu beginnen, auch wenn du gestern gescheitert bist
T – tragen helfen denen, die deine Hilfe brauchen

16. Dezember

Der Verfasser der folgenden Geschichte „Arm und Reich“ ist unbekannt:

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute so leben.
Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.
Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: „Wie war dieser Ausflug?“
„Sehr interessant!“, antwortete der Sohn.
„Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?“
„Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.“
„Was hast du also gelernt?“, fragte der Vater.
Der Sohn antwortete: „Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.“
Der Vater war sprachlos.
Und der Sohn fügte noch hinzu: „Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“

17. Dezember

Die vier Kerzen

Autorin: Elsbeth Bihler

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße LIEBE. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.“ Mit einem Hölzchen nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte die anderen Lichter Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.

18. Dezember

Ich wünsche Dir einen schönen vierten Advent – mit den Worten von Gudrun Kopp:

„Die Adventszeit beginnt in den Herzen eines jeden Menschen. Licht ist etwas, das sich im Inneren entfaltet und nach außen strahlt.“

Heute möchte ich drei Bücher zu verlosen:
Veit Lindau „Heirate Dich selbst“
Veit Lindau „Werde verückt“
Verena Kast „Mit Leidenschaft für ein gelingendes Leben“

Wenn Du eines der Bücher gewinnen möchtest, dann hinterlasse bis morgen Abend 20:00 Uhr einen Kommentar auf meinem Blog oder meiner Facebookseite. Danach werde ich die Gewinner bekanntgeben.

19. Dezember

Mache dich auf den Weg

Mache dich auf den Weg
und suche das Licht,
das tief in deiner Seele
unter vielen Traurigkeiten
fast verloschen ist.

Mache dich auf den Weg
und grabe die Hoffnung aus,
die tief in deiner Seele
unter tausend Ängsten
ganz verschüttet ist.

Mache dich auf den Weg
und laß die Lebenskräfte frei,
die tief in deiner Seele
durch erlittene Schmerzen
ganz gefesselt sind.

Mache dich auf den Weg
und finde wieder heim
zu dir selbst.
Und du wirst wieder
leuchten
und hoffen
und leben.

Aus: Christa Spilling-Nöker, Von einem Engel zart berührt. Geschichten, Gedichte, und Meditationen zur Weihnachtszeit.

20. Dezember

Meine Verlosung ist beendet. Gewinner sind: Francoise Demetz, Rosemarie Krezdorn und Sandra Jatsch. Eine kleine Überraschung erhalten zudem Birgit Kru und Erika Auberger und Monika Post.

„Ich wünsche mir …

Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht´ wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.
Ich wünsch’ mir eine stille Nacht.
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
von warmer Menschlichkeit zurück.
Ich wünsche mir in diesem Jahr
´ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist’s her,
da war so wenig – so viel mehr.“

Jutta Gornik

21. Dezember

Thomas Romanus: Immer einen Anfang wagen

Hab einfach den Mut, immer mal einen neuen Anfang zu wagen.Wirklich am Ende ist nur, wer nichts Neues mehr riskiert. Vertrau auf das was du bist und vermagst. Dann kannst du auch den nächsten Schritt tun, an deine Aufgaben neu herangehen und auf Mitmenschen zugehen. Du brauchst nicht stets von vorn an zufangen. Wo auch immer du bist, kannst du Gelegenheiten nutzen und etwas beginnen, auch wenn es dir zunächst ungewöhnlich erscheint.
Wer Pläne macht und sich auf Unbekanntes einlässt, bleibt innerlich jung. Niemand kann die Zukunft voraussehen, doch kann sie mitgestalten durch sein eigenes Denken und Handeln. Nur wer Träume hat, kann wenigstens ein paar davon wahr werden lassen.

22. Dezember

Rainer Haak: Was meine Seele wirklich braucht

Wenn es nach der Werbung geht, würde das Leben viel leichter und zugleich aufregender sein. Dank meines Parfüms wäre ich unwiderstehlich. Mit meinem neuen Auto würde ich mich frei wie ein Vogel fühlen. Durch das richtige Reinigungsmittel wäre das Saubermachen ein Kinderspiel. Mit dem entsprechenden Getränk würde ich mich wie ein Weltenbummler fühlen. Und die richtige Versicherung würde mir die meisten meiner Probleme abnehmen.

Die Werbung spricht meine Träume und Sehnsüchte an. Doch ich weiß genau, dass sie durch die angebotenen Produkte nicht erfüllt werden! Im Gegenteil! Ich gebe zuviel Geld für Dinge aus, die ich nicht brauche und die mich nur davon ablenken, wirklich und intensiv zu leben.

Ich will fragen, was meine Seele wirklich braucht.

23. Dezember

Anke Maggauer-Kirsche:

„Weihnachten begegnen

wir müssen
die Herzen schmücken
nicht die Wände
mit Licht erfüllen
jeden Raum
da innen
soll es Weihnacht werden
vielleicht
dass wir dann
unterm Tannenbaum
nicht nur Geschenke finden

sondern das wahre Licht
der Weihnacht schauen“

24. Dezember

Ich wünsche Dir schöne und besinnliche Weihnachtsfeiertage.

Der Stern von Bethlehem

Der Stern von Bethlehem
leuchtet hinein
in unsere Dunkelheit
der inneren Unruhe,
des Überfordert- Seins,
des Machtstreites
untereinander,
der Lieblosigkeit,
der Verzweiflung
und der Unfähigkeit
zum Handeln.
Du, Stern von Bethlehem,
laß dein Licht
unsere Seelen erhellen
und uns zu Taten
der Liebe bewegen.
© Gudrun Kropp

Weihnachten eben

die Kerze die brennt
das Lied das erklingt
die Karte
die ich schreibe
und:
„ich umarm dich ganz fest“
ein Lächeln da hinein
wo kein Lächeln
mehr ist
eine Hand
die hält
die Hand die verspricht
ich bin da
für dich
ein Gedicht
zwischen all diesen
längst vergessenen Sachen
und ich lese die Worte
und dann weine ich
ein bißchen
vielleicht
der Schnee
der in meine Erinnerungen fällt …
Gedanke an dich…

Weihnachten eben

© Anke Maggauer-Kirsche

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Dankeschön liebe Sabine für diese wunderschönen Zeilen <3
    Und ja, ich stelle immer wieder fest, das sich bei mir mehrere Engel tummeln 🙂 🙂 🙂 <3
    Hab einen wunderschönen Tag.
    Herzliche Grüße
    Erika
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    • Liebe Erika,

      hab vielen Dank für Dein Teilen.
      Bei manchen Menschen habe ich auch das Gefühl, dass sie Engel sind.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

    • Liebe Erika,

      meine Tochter konnte das Programm korrigieren, so dass wir uns an Deinem Herz erfreuen können.
      Hab vielen, lieben Dank dafür.

      Herzlichst,
      Sabine

  2. Der Impuls vom 14. Dezember gefällt mir besonders gut. Einfach da sein und still leuchten wie eine Kerze – das ist ein schönes Bild, das ich mir gerne mitnehme. Gerade für die Weihnachtszeit und für das Zusammensein mit anderen, das in diese Zeit fällt.

    • Liebe Gudrun,

      die Zeilen von Thomas Romanus inspirieren mich auch immer wieder.
      Wenn wir unser inneres Licht leuchten lassen, können wir damit auch anderen in dunklen Zeiten Hoffnung schenken.
      Herzlichst,
      Sabine

  3. Liebste Sabine,
    von HERZEN DANK für diese WUNDERVOLLEN Impulse! Sie berühren meine Seele! Ich bin wieder in meinem Heim und mir geht es besser. Ich lasse das Licht und die Liebe jetzt strömen und mich „heil“ machen! Danke für dein Sein! Dir mit Familie eine frohe, gesegnete ZEIT! Auch allen, die hier lesen!
    Herzlicht in Liebe Monika

    • Liebe Moni,

      ich freue mich, dass Du wieder gut zu Hause angekommen bist.
      Du starke und tapfere Frau!
      Ich wünsche Dir und Deinen Lieben noch eine schöne, besinnliche und stärkende Adventszeit.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

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