Adventskalender 2016 für die Tage 1 – 12

Auch in diesem Jahr gestalte ich einen Adventskalender für Euch. Es lohnt sich also, täglich vorbeizuschauen.
Diesmal habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht: Es wird am Ende eine Verlosung geben. Daher bleib neugierig.

1. Dezember

Ich beginne mit einem Text, den ich vor Jahren von einer lieben Kollegin erhalten habe  – der Verfasser ist unbekannt.
Diese Zeilen begleiten mich seit Jahren nicht nur zur Weihnachtszeit.

Jedesmal,
wenn zwei Menschen einander verzeihen,
ist Weihnachten.
Jedesmal,wenn ihr Verständnis zeigt für eure Kinder,
eure Eltern oder Freunde,
ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr einem Menschen helft,
ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr beschließt, aufrecht und aufrichtig zu leben,
ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ein Kind geboren wird,
ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn du deinem Leben einen neuen Sinn gibst,
ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr einander anseht mit den Augen des Herzens,
mit einem Lächeln auf den Lippen,
ist Weihnachten,
denn,
… es ist geboren die Liebe,
… es ist geboren der Friede,
… es ist geboren die Gerechtigkeit,
… es ist geboren die Hoffnung,
… es ist geboren die Freude,
… es ist geboren Christus der Sohn Gottes
und Bruder der Menschheit.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine wunderschöne und magische Adventszeit.

2. Dezember

Die folgende Geschichte habe ich dem Buch „Für jeden Tag ein Stück vom Glück“ (EIN JAHRESBEGLEITER, ausgewählt, eingeleitet und herausgegeben von Ludger Hohn-Morisch) entnommen. Sie stammt von den Philippinen, der Verfasser ist unbekannt:

Was Menschen brauchen

Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen seines Landes und rief seine Söhne herbei.
Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte: „Füllt mit diesem Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend. Womit, das ist eure Sache.“
Der Älteste ging davon und kam an einem Feld vorbei. Dort waren die Arbeiter dabei, das Zuckkerrohr zu ernten und in einer Mühle auszupressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos umher. Er dachte sich: „Das ist eine günstige Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle zu füllen.“
Bis zum Nachmittag war es geschafft. Der älteste Sohn ging zu seinem Vater und sagte: „Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger.“ Der Vater antwortete: „Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten.“
Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen.
Nachdem das geschehen war, stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an.
Ihr Schein füllte die Halle bis in die letzte Ecke.
Der Vater sagte: „Du sollst mein Nachfolger sein. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht gefüllt. Das ist es, was Menschen brauchen.“

3. Dezember

Christa Spilling-Nöker: Fürchte dich nicht

Fürchte dich nicht
vor dem kommenden Tag,
dem du dich nicht gewachsen fühlst,
und vor den Aufgaben,
die dich zu verschlingen drohen.

Fürchte dich nicht
vor den Menschen,
die anders sind als du
und die sich ein Bild
von dir gemacht haben,
das deiner Wirklichkeit
nicht entspricht.

Fürchte dich nicht
vor dir selbst
und vor all dem Dunklen
und Ungewissen in dir,
das dir manchmal so bedrohlich ist.

Fürchte dich nicht
sondern vertraue auf die Liebe.
Die Liebe ist stärker als alle Ängste
und mächtiger als alle Tode
dieser Welt.
Wenn du einem Menschen,
vor dem du Angst hast,
in Liebe begegnest,
wirst du auch an ihm etwas finden,
das dir liebenswürdig erscheint,
so wie die Liebe
zu den Abgründen deiner eigenen Seele
dich zu deiner Tiefe
und damit auch zur Mitte
deines Wesens und deines Lebens
führen kann.
Darum:
Fürchte dich nicht.

4. Dezember

Heute hat ein Mensch Geburtstag, den ich unwahrscheinlich mag. Daher fällt meine heutige Weihnachtsbotschaft sehr persönlich aus.
Vielleicht kann ich euch damit auch anregen, heute ganz besonders an einen lieben Menschen zu denken.

Ich denke an Dich.

Ich denke jeden Tag an dich
und bin dankbar für die gemeinsam verbrachte Zeit.
Du bist ein Schatz, einzigartig und wunderbar.
Auch wenn du selber es vielleicht nicht so sehen kannst.
Ich denke an dich.
Es ist so schön, dass es dich gibt.
Danke.

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Dazu passt der wunderschönen Text von Sonja Ebner :

Ich wünschte du hättest dich nur einmal
mit den Augen sehen können,
mit denen ich dich gesehen habe.

Dann hättest du vielleicht erkennen können,
dass es niemals darum gegangen ist,
dich zu verändern.

Dann hättest du vielleicht begreifen können,
was für ein Wunder du bist.
Nicht weil du
perfekt
richtig
oder fehlerfrei bist.
Und auch nicht,
weil du so bist, wie ich es immer brauche
oder mir gewünscht habe.

Sondern einzig,
weil du du bist.

Ich wünschte du hättest dich nur einmal
mit den Augen sehen können,
mit denen ich dich gesehen habe.

Dann hättest du vielleicht erkennen können,
wie schwierig es für mich manchmal war,
mit dir umgehen zu können.

Ich bin keinesfalls perfekt,
richtig
oder fehlerfrei.

Ich bin einfach nur ich.
Und keinesfalls so, wie du es immer brauchst,
oder dir gewünscht hast.

Ich wünschte du hättest dich nur einmal
mit den Augen sehen können,
mit denen ich dich gesehen habe.

Dann hättest du vielleicht erfahren,
dass du immer genug warst.
Und vielleicht hätte das eine Türe zu dem aufgemacht,
was du ein Leben lang schon gesucht hast.

Die Liebe zu dir selbst.
So wie du BIST.

Das ist es,
was ich gefunden habe,
wenn ich dich angesehen habe.

Die Liebe zu dem Wunder in uns allen.

Wir sind immer GENUG.
Nicht weil wir perfekt,
fehlerfrei
oder richtig wären.

Sondern einfach nur, weil wir SIND.

Text: Sonja Ebner 2015; www.beziehungs-weise.net

5. Dezember

Der folgende Text stammt aus der Feder von Phil Bosmans:

Es gibt noch Engel

Sie leben und arbeiten für Menschen, die weniger Glück hatten. Sie zählen die Stunden nicht, und ihre Liebe zu den Menschen ist größer als ihr Streben nach Geld und Besitz. Sie reichen ihnen die Hände und bieten ihnen ihre Freundschaft an. Sie machen Zimmer sauber und decken den Tisch. Sie gehen mit Einsamen spazieren. Sie kümmern sich um Arbeitsplätze. Sie gehen in Gefängnisse. Sie sorgen für eine warme Wohnung. Sie streichen an und reparieren. Wenn sie nicht wären, würden viele keinen Tisch, kein Bett und keine Freundschaft gefunden haben. Viele Herzen wären vor Kälte gestorben.

Es gibt noch Engel – mitten unter uns. Sie haben keine Flügel, aber ihr Herz ist ein sicherer Hafen für alle, die in Not geraten sind durch die Stürme des Lebens.

6. Dezember

Ein kleiner Baumwollfaden – Verfasser unbekannt

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: „Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“
So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. „Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein“ jammert es „und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?“

Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchtern an die Türe.
Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: „Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab‘ da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab‘ dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!“

Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: „Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.“

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

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7. Dezember

Diese Worte von Anselm Grün habe ich heute rausgesucht:

Zum Geleit

Welche Assoziationen kommen dir, wenn du an Sterne denkst?
Vielleicht glänzen deine Augen, wenn du von dem Stern sprichst, der dir aufgegangen ist? Es ist etwas eingebrochen in deine Nacht, etwas Glänzendes, etwas Liebes.
Mit dem Stern ist Hoffnung in dir aufgekeimt. Der Stern weist dir den Weg. Er begleitet dich. Er macht dein Leben weit. Vielleicht bist du selbst für andere so ein Stern geworden, der ihnen den Weg weist?

Dazu möchte ich euch noch eine persönliche Geschichte erzählen: Vor vielen Jahren war unsere Jüngste im Kindergarten beim Krippenspiel dabei. Sie trug einen Stern an einem Stab und sprach dazu: „Ich bin der Stern, der euch den Weg weist.“
Ja – sie ist all die Jahre schon der Stern, der uns den Weg weist.
Und nicht nur sie. Wir können viel von unseren Kindern lernen.

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8. Dezember

Das Gedicht „Schritte“ von Martin Walser begleitet mich schon länger auf meinem Weg. Heute möchte ich es mit Dir teilen:

Schritte

Man muss nur den nächsten Schritt tun.
Mehr als den nächsten Schritt kann man überhaupt nicht tun.
Der nächste Schritt ist nämlich immer fällig.
Der nächste Schritt ist nie ein großes Problem.
Man weiß ihn genau.
Eine andere Sache ist, dass es gefährlich werden kann.
Nicht sehr gefährlich.
Aber ein bisschen gefährlich kann auch der fällige nächste Schritt werden.
Aber wenn du ihn tust, wirst du dadurch,
dass du erlebst, wie du ihn dir zugetraut hast, auch Mut gewinnen.
Während du ihn tust, brichst du nicht zusammen, sondern fühlst dich gestärkt.
Gerade das Erlebnis, dass du einen Schritt tust, den du dir nicht zugetraut hast,
gibt dir ein Gefühl von Stärke.
Es gibt nicht nur die Gefahr, dass du zuviel riskierst,
es gibt auch die Gefahr, dass du zuwenig riskierst.
Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

9. Dezember

 Die graue Maus – eine Weihnachtsgeschichte von  Conny Cremer:

Wie in jedem Jahr waren die Adventswochen wieder hektisch gewesen.

Sie hatte Kostüme geändert, ausgebessert oder sogar komplett neu hergestellt.

Dann hatte sie alle nötigen Requisiten begutachtet und bei Bedarf repariert, ausgetauscht oder ebenfalls komplett neu gemacht. Auch das Bühnenbild hatte sie überarbeitet und so hergerichtet, als sei es noch nie vorher benutzt worden.

Jetzt saß sie in der kleinen Kammer neben der Sakristei aus der sie Stimmen vernahm. Es waren die Kinder und Mütter, die das Krippenspiel in der Kirche aufführen würden, für das sie alle Vorkehrungen getroffen hatte. Sie hatte ihnen alles hingelegt und gestellt, was für die Aufführung nötig war. Die Kostüme in Reihe aufgehängt, so wie sie benötigt wurden. Alle Requisiten dazu gestellt und beschriftet, welches Teil zu welchem Kostüm gehörte.

Sie saß da und lauschte. Jetzt ging es in die Kirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Am heiligen Abend war die ganze Gemeinde da, auch die U-Boot-Christen, die immer nur an Weihnachten auftauchten.

Aufmerksam verfolgte sie die Aufführung des Krippenspiels, dann die gesamte Christmette und danach die ganzen Danksagungen an die Beteiligten und Darsteller. Danach lauschte sie dem stapfen der Schuhe und Stiefel, die die Kirche verließen. Sie hörte, wie in der Sakristei die Messdiener und der Pfarrer sich umkleideten und dann ebenfalls die Kirche verließen.

Dann war alles still. Keiner war in ihr Kämmerlein gekommen – nicht einmal der Pfarrer war bei ihr gewesen. Niemand hatte ihren Namen erwähnt und somit hatte auch keiner nach ihr geschickt um sich bei ihr zu bedanken. Sie hatte ja nicht groß auf die Bühne gewollt oder mit Dankesarien gefeiert werden wollen. Aber hätte nicht wenigstens der Pfarrer bei ihr vorbei schauen können um ihr zu sagen, dass sie wieder alles schön zu Recht gemacht habe?

Enttäuscht zog sie ihren Schal vom Stuhl und band ihn sich um. Dann stand sie auf und wollte die Tür öffnen, als sie kurz erschrak. Sie hatte eine Bewegung an der Tür gesehen und schaut jetzt genauer hin. Da sah sie eine kleine Maus sitzen, die ihr ungeniert ins Gesicht starrte. „Beinahe hätte ich dich übersehen, so grau, wie du bist,“ sagte sie zur Maus und lächelte bei dem Gedanken sich mit einer Maus zu unterhalten. Als habe das Tier sie verstanden kam es ein paar Schrittchen näher und stand jetzt im kleinen Lichtkegel, den die einzelne Deckenlampe ergab. Hübsch war die kleine Maus, zwar tatsächlich grau, aber hübsch. Sie bückte sich herab und die Maus blieb unbeeindruckt sitzen. Kurz überlegte sie, dann hielt sie der Maus die Hand hin. Und tatsächlich sprang die Maus in die Hand, drehte sich und flitzte zum Schal hinauf. Dort wuselte sie sich tief in den Schal und rollte sich am Hals ein. Verdutzt stand sie da, mit einer Maus am Hals im Schal eingebettet.

Nach kurzer Überlegung öffnete sie die Tür, schloss alles gut hinter sich ab und ging nach Hause. Dort angekommen kam die Maus aus dem Schal gekrochen und setzte sich mit ihr an den, mit Keksen und Kakao gedeckten Tisch. Sie feierten Weihnachten gemeinsam, die kleine und die große grau Maus, die sonst niemand sah. Und damit hatte sie die schönsten Tage, die sie bisher in der Gemeinde erlebt hatte.

Im nächsten Jahr fand kein Krippenspiel mehr statt. Man hatte vergessen, dass jemand sich um Kostüme, Requisiten und Bühnenbild kümmern muss und die nette Dame, die das bisher wohl immer gemacht hatte, war in diesem Jahr nicht da gewesen. Leider hatte keiner eine Ahnung, wer sie gewesen war.

10. Dezember

Hoffnung ist etwas
das wir zum Leben brauchen.
Denn wer könnte
ohne Hoffnung leben?
Ohne die Aussicht, das Vertrauen, die Möglichkeit,
dass etwas kommt
und zwar etwas Wichtiges und
Wesentliches
vielleicht ist Weihnachten
nicht so sehr das Fest der Liebe
sondern der Hoffnung?

Autor unbekannt

11. Dezember

Langer Weg – Teil des Geschenkes

Autor unbekannt

Auf einer abgelegenen Südseeinsel lauschte ein Schüler aufmerksam der Weihnachtserzählung der Lehrerin, die gerade erklärte: „Die Geschenke an Weihnachten sollen uns an die Liebe Gottes erinnern, der seinen Sohn zu uns auf die Erde gesandt hat, um uns zu erlösen, denn der Gottessohn ist das größte Geschenk für die ganze Menschheit. Aber mit den Geschenken zeigen die Menschen sich auch untereinander, dass sie sich lieben und in Frieden miteinander leben wollen.“
Am Tage vor Weihnachten schenkte der Junge seiner Lehrerin eine Muschel von ausgesuchter Schönheit. Nie zuvor hatte sie etwas Schöneres gesehen, das vom Meer angespült worden war.
„Wo hast du denn diese wunderschöne und kostbare Muschel gefunden?“, fragte sie ihren Schüler.
Der Junge erklärte, dass es nur eine einzige Stelle auf der anderen Seite der Insel gäbe, an der man gelegentlich eine solche Muschel finden könne. Etwa 20 Kilometer entfernt sei eine kleine versteckte Bucht, dort würden manchmal Muscheln dieser Art angespült.
„Sie ist einfach zauberhaft“, sagte die Lehrerin. „Ich werde sie mein Leben lang bewahren und dich darum nie vergessen können. Aber du sollst nicht so weit laufen, nur um mir ein Geschenk zu machen.“
Mit leuchtenden Augen sagte der Junge: „Der lange Weg ist ein Teil des Geschenkes.“

12. Dezember

Der Autor des folgenden Textes ist Phil Bosmans:

„Nicht am anderen Ufer

Warum siehst du immer auf die andere Seite?
Warum denkst du immer, dass die anderen, Freunde, Bekannte, Nachbarn, viel mehr Glück haben?
Du sagst so leicht: Anderen geht es viel besser. Und ich tue mein Bestes und komme doch zu nichts.

Das andere Ufer ist immer schöner. Es liegt weit weg, und du starrst wie versteinert nach dem schönen Schein. Hast du je daran gedacht, dass auch die am anderen Ufer auf dich schauen und denken, du hättest viel mehr Glück, denn auch sie sehen nur deine Schokoladenseite.
Die kleinen und großen Sorgen, die kennen sie nicht.

Glücklich leben ist eine große Kunst.
Dazu gehört Zufriedenheit.
Dein Glück liegt nicht am anderen Ufer.
Es liegt in dir.“

14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Liebe Birgit,
      vielen, lieben Dank für Deine Rückmeldung.
      Ich bin meiner damaligen Kollegin sehr dankbar für diesen wunderbaren Text.
      Wenn wir in diesem Sinne leben, wird unsere Welt ein friedlicher Ort.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

  1. Auch ich kannte diesen Text noch nicht und freue mich sehr darüber. Ich schreibe immer schöne und nachdenkliche Texte auf die Weihnachtskarten, die ich neinen Freunden sende. Diesmal werde ich diesen nehmen! Ganz herzlichen Dank dafür! Andrea!

    • Liebe Andrea,
      ich mag diesen Text auch sehr gerne.
      Ihn auf eine Weihnachtskarte zu schreiben ist eine gute Idee. Danke für den Tip.
      Ich wünsche Dir eine besinnliche Adventszeit.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

  2. Danke Dir für diese schöne Zeilen, so habe ich das bislang noch nicht gesehen. Jedoch, wenn die Worte wirken lasse und ein bißchen nachdenke, ist es stimmig; insbesondere die letzten Zeilen, eben was dadurch in Gang kommt…echt schön. Wird Zeit, dass ich mal die Adventszeit wahrnehme :-), gute Idee, mit dem Kalender.

    • Liebe Sybille,
      mich trägt das Gedicht durch das ganze Jahr.
      In der Adventszeit hat es für mich nocheinmal einen ganz besonderen Zauber und hilft mir, zu mir zu kommen, die Stille und die uns alle verbindende Liebe zu spüren.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

  3. Liebe Sabine,
    die Texte von Christa Spilling-Nöker mag ich auch sehr. In letzter Zeit hab ich aber nichts von ihr gelesen – daher ist das hier ein schönes „Wiederfinden“. Dieser Text von ihr stärkt das Vertrauen und ermuntert zu einem liebevollen Leben.
    Aus deinem Text an einen dir so wertvollen Menschen spricht viel Zuneigung und Warmherzigkeit. Hoffentlich liest er/sie das auch – und glaubt es.

    • Liebe Gudrun,

      hab vielen, lieben Dank für Deine Rückmeldung.
      Den Text vom 4. Dezember habe ich meiner großen Tochter gewidmet.
      Ich bin unendlich dankbar für meine drei Kinder und meine Familie überhaupt.
      Für mich sind das die schönsten Geschenke des Lebens.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

  4. Eine wundervolle Geschichte liebe Sabine <3
    Ganz herzlichen Dank dafür <3
    und einen wunderschönen 2. Advents-Freitag für Dich Du liebe <3

    • Liebe Erika,

      vielen, lieben Dank für Deinen Kommentar und die lieben Wünsche.
      Es ist schön, dass es Dich gibt.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

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